Direkte Maßnahmen bei Fischen, die nach Luft schnappen

Nachhaltigkeit & Sicherheit

Kurz gesagt

Fische, die nach Luft schnappen, leiden unter akutem Sauerstoffmangel oder giftigen Wasserwerten. Aktivieren Sie sofort maximale Belüftung, wechseln Sie einen Teil des Wassers aus und stellen Sie die Fütterung ein, um die Fische zu retten und das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Ursachen und Diagnose

Fische schnappen nach Luft, wenn sie nicht genügend Sauerstoff über ihre Kiemen aufnehmen können. Dies geschieht, wenn der gelöste Sauerstoffgehalt im Wasser unter 5 mg/L sinkt oder wenn giftige Stoffe die Aufnahme blockieren. Störe haben einen höheren Sauerstoffbedarf und geraten oft als erste in Schwierigkeiten bei einem Mangel.

Die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle, da warmes Wasser physikalisch weniger Sauerstoff speichern kann. Zusätzlich verbrauchen Wasserpflanzen und Algen im Dunkeln Sauerstoff, wodurch der Gehalt kurz vor Sonnenaufgang am niedrigsten ist. Messen Sie die Wasserwerte direkt mit einem Testkit, um die spezifische Ursache zu ermitteln.

Häufige Ursachen sind:

  • Sauerstoffmangel: massives Luftschnappen, oft in den frühen Morgenstunden oder bei warmem Wetter.
  • Nitritvergiftung: blockiert die Sauerstoffaufnahme im Blut, erkennbar an schnellen Kiemenbewegungen und Lustlosigkeit.
  • Ammoniakspitze: entsteht durch verrottende organische Abfälle oder einen schlecht funktionierenden Filter.

Direkte Aktion und Wiederherstellung

Direktes Eingreifen ist notwendig, um Fischsterben zu verhindern. Erhöhen Sie unverzüglich die Wasserbewegung, indem Sie alle Springbrunnen, Wasserfälle und Luftpumpen einschalten. Lassen Sie diese Geräte 24 Stunden am Tag laufen, um kontinuierlich Sauerstoff zuzuführen und schädliche Gase aus dem Wasser zu treiben. Schalten Sie die Belüftung nachts nie aus, besonders nicht bei warmem Wetter oder viel Bepflanzung.

Führen Sie einen teilweisen Wasserwechsel durch, um schnell sauerstoffreiches und kühleres Wasser zuzuführen. Dies verdünnt auch eventuelle Konzentrationen von Ammoniak oder Nitrit. Wechseln Sie bei einer akuten Vergiftung bis zu 50 % des Volumens, aber vermeiden Sie große Temperaturschocks.

Befolgen Sie diesen Wiederherstellungsplan:

  1. Platzieren Sie zusätzliche Luftsteine, Wasserfälle oder Springbrunnen im Teich für maximale Sauerstoffzufuhr
  2. Wechseln Sie direkt 20 bis 30 % des Teichwassers mit Leitungswasser aus
  3. Stellen Sie die Fütterung vollständig ein, bis sich das Verhalten normalisiert und die Wasserwerte stabil sind
  4. Entfernen Sie organische Abfälle wie Blätter und Schlamm vom Boden, um weitere Verschmutzung zu stoppen
  5. Reinigen Sie Filtermaterial nur mit einem Eimer Teichwasser, um die Bakterienkultur zu schonen
Fische Probleme lösen