Schutzvlies unter EPDM Teichfolie verlegen

Installation & Wartung

Kurz gesagt

Verlegen Sie das Schutzvlies immer direkt unter der EPDM-Teichfolie, um Beschädigungen durch Wurzeln und Steine zu vermeiden. Legen Sie das Tuch mit einer Überlappung von mindestens 20 cm und folgen Sie genau den Konturen des Teiches, um einen optimalen Schutz und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Die Funktion und Auswahl des Schutzvlieses

Das Schutzvlies bildet eine essentielle Pufferschicht zwischen dem Untergrund und der Teichfolie. Durch die Faserstruktur verteilt das Tuch den Druck von scharfen Objekten über eine größere Fläche. Dies verhindert, dass Steine, Schutt oder wachsende Baumwurzeln die Folie durchbohren.

Wählen Sie bei einem Standard-Sandboden ein Vlies von 200 g/m². Dies bietet ausreichend Schutz gegen normale Belastung. Bei einem unsicheren Untergrund mit viel Schutt oder Steinen ist eine schwerere Variante von 500 g/m² notwendig. Verwenden Sie niemals organische Materialien wie alte Zeitungen oder Teppiche. Diese verrotten unter der Erde, wodurch die Schutzfunktion verschwindet und der Boden absacken kann.

Abmessungen für Unterlegvlies berechnen

Messen Sie die maximale Länge und Breite der ausgehobenen Teichgrube. Berücksichtigen Sie dabei die tiefsten Punkte, denn das Tuch muss die vollständige Bodenkontur folgen. Verwenden Sie dieselben Abmessungen wie für die Teichfolie.

Hantieren Sie die folgenden Rechenregeln:

  • Länge = Teichlänge + (2 x Tiefe) + 70 cm Marge
  • Breite = Teichbreite + (2 x Tiefe) + 70 cm Marge

Die Marge fängt Schnittverlust und die Randbearbeitung auf. Rechnen Sie bei der Verwendung von mehreren Bahnen immer extra Material für die Überlappung der Nähte ein.

Schrittweise Platzierung des Unterlegvlieses

  1. Kontrollieren Sie die ausgehobene Teichgrube gründlich. Entfernen Sie alle scharfen Aussteeksels wie Steine, Glas und Wurzeln. Klopfen Sie die Wände fest an, um spätere Absackungen zu vermeiden.
  2. Bringen Sie eventuell eine Schicht von 5 bis 10 cm weißen Sand (Klapzand) auf dem Boden und den Terrassen an. Dies sorgt für eine extra flache Basis und bessere Verteilung des Drucks.
  3. Legen Sie das Schutzvlies in die Grube. Beginnen Sie beim tiefsten Punkt und arbeiten Sie zu den Rändern hin. Sorgen Sie dafür, dass das Tuch überall gut auf dem Untergrund aufliegt und nicht straff in den Ecken steht.
  4. Lassen Sie Bahnen, die nebeneinander liegen, minimal 20 cm überlappen. Dies verhindert, dass es zu Spalten kommt, wenn der Boden später etwas verschiebt oder einklinkt.
  5. Legen Sie zeitweilig schwere Steine oder Fliesen auf die Ränder und Plateaus, um das Tuch an seinem Platz zu halten.
  6. Schneiden Sie übertolliges Material grob mit einer Schere ab, aber lassen Sie genügend Rand sitzen bis nach dem Platzieren der Folie und dem Füllen des Teiches.

Vielgemachte Fehler

  • Scharfe Vorwerpen hinterlassen in der Grube. Selbst kleine Steinchen können durch den enormen Wasserdruck schließlich durch die Folie drücken.
  • Verkehrtes Material verwenden. Alter Teppich, Decken oder Zeitungen vergehen nach Verlauf der Zeit. Synthetisches Schutzvlies ist rotfrei und dauerhaft.
  • Zu wenig Überlappung bei den Nähten. Wenn der Boden setzt, schieben die Bahnen auseinander und liegt die Folie direkt auf dem unbeschützten Untergrund.
  • Das Tuch zu straff spannen. Hierdurch entstehen hohle Räume in Ecken oder bei Tiefenunterschieden. Der Wasserdruck forciert die Folie und das Tuch später in diese Räume, was für Spannung und Risse sorgt.
Installation